• Stammvater des Hannnoverschen Schweißhundes ist, wie wohl fast aller west- und mitteleuropäischen Jagdhundrassen der Gegenwart, die Keltenbracke, der Segusierhund.
  • Aus diesen Hunden entwickelten sich im Mittelalter die verschiedenen Leithundstämme.
  • So wurden in den Ardennen seit 825 n.Chr. von dem in den belgischen Ardennen gelegenen Benediktinerkloster St.Hubert die berühmten schwarzen Leithunde gezüchtet.
  • Die schwarze Stromung und die schwarze Maske deuten darauf hin, dass auch viel Erbmasse des alten Hubertushundes im heutigen Hannoverschen Schweißhund vorhanden ist.
  • Über den Chien de St.Hubert (Hubertushund), die schwere Solling-Leitbracke, der roten Haidbracke und einem Harzer Brackenschlag entstand der Hannoversche Schweißhund.
  • Die Erhaltung und maßgebliche Prägung dieser traditionellen Jagdhundrasse verdanken wir dem 1776 gegründeten königlich-hannoverschen Jägerhof
  • Dort wurde die alte Jagdtradition sorgfältig gepflegt und der Ausbildung des Schweißhundes größte Aufmerksamkeit geschenkt.
  • Für die Auswahl der Zuchttiere waren maßgeblich deren Leistung und Farbe entscheidend, weniger die Körperform.
  • Die Einarbeitung der Junghunde, deren Ausbildung ca.4-5 Jahre dauerte, erfolgte auf einer gesunden, kalten Wildfährte
  • Erst wenn der Hund diesen Ausbildungsschritt sicher absolvierte wurde zur eigentlichen Schweißarbeit übergegangen.
  • Diese Ausbildungsmethode ermöglichte jederzeit das Auffinden von krank geschossenem Wild mit und ohne Schweiß.
  • Heute stellt der Hannoversche Schweißhund neben dem Bayerischen Gebirgsschweißhund einen der letzten begnadeten Vertreter, der für die hohe Jagd gezüchteten und verwerteten Hunderassen dar.
  • Seine Spezialisierung liegt in der Verfolgung von angeschossenem Schalenwild.
  • Er ist ein ernster würdevoller Hund, umweht vom Hauch einer über tausendjährigen Tradition.
  • Die Arbeit dieser Hunde erregt immer wieder Bewunderung
  • Die Arbeit am langen Riemen vereinigt in sich Jagdethik und -kultur
  • Gilt es doch in erster Linie, das kranke Stück Wild so schnell wie möglich von seinen Qualen zu erlösen.
  • Die saubere Arbeit auf der kranken Fährte erfordert eine feine Nase sowie eine fleißige Arbeitseinstellung und stellt letztendlich ein Stück aktiven Tierschutzes dar.